Vor 2 Tagen war kalendarischer Herbstanfang. Gleichzeitig auch Tag-Nacht-Gleiche, das heißt, die Nacht und der Tag waren genau gleich lang. ab jetzt werden die Tage wieder kürzer und die Nächte länger.

Die Pflanzen ziehen sich langsam zurück, ziehen ihre Kraft aus den Blättern in den Stamm oder Wurzel und speichern die letzten Reserven. Die Tiere bereiten sich auf den Winter vor indem Sie Vorräte sammeln und sich ein Winterquartier anlegen. Die Natur beginnt in goldenen und roten Farben zu leuchten, der Wind wird stärker, der Regen kommt und es wird Zeit die wärmere Garderobe in den Schrank zu sortieren. Macht das eigentlich noch jemand außer mir? Ich räume immer sehr gerne nur für 1-2 Jahreszeiten die Kleidung in den Schrank, während der Rest sicher und trocken  Verstaut wird…

Wenn man also sieht, was um uns herum passiert, können wir es uns als Vorbild nehmen. Nicht ohne Grund gibt es in vielen Religionen und Glaubensgemeinschaften am Herbstanfang ein Erntedankfest. Ein Fest die Ernte zu feiern und dankbar zu sein für das tolle Jahr, die eigenen Erkenntnisse, die Erlebnisse, die gemeinsame Zeit.

Es ist aber auch eine gute Zeit, um neue Rituale für sich selbst zu integrieren oder um z.B. die eigene Yogapraxis zu vertiefen/ neu zu starten. Einfach einmal in sich hinein zu schauen. Was brauchst du gerade? Wie fühlst du dich?

Über das Jahr hinweg gerät man oft in Routinen oder einen Alltagstrott mit unschönen Angewohnheiten/Dingen. Hast du vielleicht auch am Anfang des Jahres freudig und mit guten Vorsätzen immer ein gesundes Frühstück zu dir genommen, jeden Tag gekocht, immer auf viel grünes Gemüse geachtet oder jeden Morgen meditiert? Und wie sieht es nun aus?

Wir können also nun schauen, was uns gut tut und wie wir unsere Routinen wieder in eine gesunde Richtung führen.

Um unsere innere Gesundheit und Energie wieder etwas zu füllen ist es eine Möglichkeit zum Beispiel eine kleine Saftkur zu machen oder eine Woche mit darmgesundheitsfördernden Nahrungsmitteln zu kochen. So entlasten wir unseren Stoffwechsel und unseren Darm und bringen dem Körper neue Energie.

Wenn du noch gar nicht so richtig weißt, was genau dir helfen würde, dann empfehle ich dir eine Meditations-Routine. Auch wenn es für dich komplettes Neuland ist, wage dich einfach mal an das Thema heran und probiere es aus. So lernst du in dich hinein zu hören und zu sehen, was dir gut tut.

Ein weiterer Weg wieder etwas Ruhe zu finden, ist das Sammeln und ernten von Wildkräutern, Nüssen und Früchten in der freien Natur. Wir tanken dabei die letzten Sonnenstrahlen (Vitamin D 🙂 ), sind dem frischen kühlen Wind ausgesetzt ( Kältereiz für den Körper, kräftigt das Immunsystem) und können uns einen kleinen Vorrat an gesunden Vitaminen und Minderalstoffen zulegen.

Für Anfänger eignen sich momentan am besten die Brennessel-Samen zur Ernte. Sobald sie anfangen bräunlich zu werden sind sie reif zur Ernte. Dabei sollte nur beachtet werden, dass man die weiblichen Pflanzen beerntet und dabei Handschuhe trägt ( naja du weißt warum  😉 ). Die weiblichen Pflanzen erkennst du an den herunterhängenden Samensträngen, während diese bei den männlichen Pflanzen zur Seite wegstehen. Die gesammelten Samen kannst du bei niedriger Temperatur im Dörrautomat trocknen und hast so für den Winter einen wunderbaren Vorrat für Müsli/Brote etc . Brennesselsamen sind reich an Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin K, Calcium, Zink , Eisen und Proteinen. Sie wirken leicht entwässernd.

Brennnessel

Du kannst auch die obersten Blätter ernten und ebenfalls für einen Tee trocknen oder frisch verwenden.

Auch sehr lecker:

Brennessel-Spinat Pesto
Vorbereitungszeit
2 Min.
Zubereitungszeit
10 Min.
 
Gericht: Hauptgerichte
Keyword: Pasta, Pesto
Portionen: 4 Portionen
Autor: Josy
Zutaten
  • 100 g frische junge Brennesseblätter
  • 100 g frischer Babyspinat oder frischer Blattspinat
  • 20 g Walnüsse gute Qualität
  • 5 Stück Paranüsse
  • 2 EL Hanfsamen geschält
  • 2 EL Hefeflocken
  • 1 Stücl Knoblauchzehe optional
  • SpeiseÖl Achtung - Anmerkung am Ende!
  • etwas frischer Pfeffer
  • etwas Meersalz mit Jod
Anleitungen
  1. Die Brennesselblätter und den Spinat gut waschen und abtropfen lassen,

  2. Alle Zutaten, bis auf das Öl in einen Mixer geben und pürieren

  3. Dabei langsam Öl einfließen lassen, bis die Konsistenz für dich stimmt . Das sind circa 30 ml.

  4. Abschmecken mit Salz und Pfeffer.

  5. Das Pesto schmeckt sehr gut zu Pasta, Gemüse oder als Aufstrich ( dann aber ohne Knobi, außer du liebst es so wie ich 😉 )

Rezept-Anmerkungen

Am besten ist es, wenn du ein DHA/EPA angereichertes Öl verwendest. Ich nutze gerne die veganen Öle von Bruno Zimmer (Mittel zum Leben).  Du kannst aber auch jedes andere milde Speiseöl verwenden wie Olivenöl.

Beim Olivenöl gibt es ein paar Dinge zu beachten. Möchtest du rein veganes Olivenöl, dann kommst du nicht um eine gezielte Suche und Bioqualität drumrum. Bei Olivenernten werden viele Vögel durch die Erntemaschinen getötet. Einzig bei handgepflückten Oliven passiert dies nicht. Leider ist dies nicht auf den Etiketten deklariert und man muss das Internet ein wenig durchforsten um passende Marken zu finden. Zudem sollte es mild im Geschmack sein, um nicht die milden Aromen von Brennessel oder Spinat zu übertönen.

 

Guten Appetit!

Ich habe mir für mich persönlich wieder eine Yoga-Morgenroutine zusammengestellt. Im Hochsommer bleibt Yoga bei mir leider oft auf der Strecke. Und gerade jetzt in der Schwangerschaft möchte ich es wieder einführen.

Hast du schon eine Idee für deinen Herbst-Neuanfang? Schreib mir doch gerne in die Kommentare was du für dich tust 🙂 Ich freue mich auf deine Antwort!

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