Plastikfrei Challenge Teil 4 – Plastikfrei im Bad

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Es ist „Tag des Recycling“. Was gibt es für eine bessere Gelegenheit um mit Teil vier meiner Plastikfrei Challenge weiter zu machen?!

Heute dreht sich alles um das Thema Bad/Badezimmer-Utensilien. Ausgenommen sind dabei dekorative Kosmetik und Styling, die kommen in Teil 5 😉 .

Wenn ich mir mal meine Badezimmer anschaue – ja wir haben tatsächlich und zum Glück 2 – dann findet sich jede Menge Plastik. Die ganzen Shampoo-Flaschen, Deo-Spray, Zahnpastatuben, Gesichtscremes, Peelings, Rasierschaum… Mir macht das richtig Bauchweh, wenn man bedenkt, wieviel davon in der Umwelt landen. Ganz zu schweigen von der Masse die man verbraucht. Es ist ja nicht nur DIE EINE Flasche Shampoo. Sonder jede Menge davon pro Jahr. Diese Flaschen addieren sich dann auf und man erhält eine riesen große Menge Plastikmüll.

Deshalb habe ich mich einfach mal ein wenig umgesehen, was für Alternativen es gibt, um das Bad (weitestgehend) plastikfrei zu gestalten. Und das natürlich bitte ohne Einschränkungen 😉

Badezimmer

Zahnpflege

Ich fange einmal mit den alltäglich benutzten Dingen an. Zahnbürste und Zahnpasta. Alternativen zur Plastikzahnbürste gibt es jede Menge. Angefangen von Bambuszahnbürsten bis hin zu der sogenannten „Swak„-Zahnbürste. Eine pflanzliche Bürste mit Zahnputzholz Miswak das antibakteriell wirkt und u.a.  natürliche Fluoride enthält. Für elektrische Zahnbürsten habe ich bisher leider noch keine Alternative zumindest für Aufsätze gefunden.

Getestet habe ich bisher die Hydrophil Zahnbürste und die Swak. Beides sind für mich super Alternativen zu einer ganz normalen Plastikzahnbürste.

Bei Hydrophil sind die Borsten aus Nylon und der Griff aus Moso-Bambus.

Die Swak ist aus Bio-Mais-Plastik (oder Holz) und die Bürsten, naja der Zahnputzkopf aus einem Stück Holz des Zahnbürstenbaums.  Beide fühlen sich beim Putzen angenehm an und sehen dazu noch schick aus. Das Putzen mit der Swak muss man erstmal etwas üben. Aber schwer ist es nicht.

Dann fehlt noch der Zusatz – die Zahnpasta.

Das Zahnpasta nicht gerade umweltfreundlich ist, hat glaube ich jeder schon mitbekommen. Einerseits die Verpackung, andererseits ist oft Mikroplastik enthalten, das einen Poliereffekt erzeugen soll.

Als Alternative gibt es Zahnputztabletten, feste Zahnpasta oder selbstgemachte Zahnpasta.

Zahnputztabletten habe ich das erste Mal dank Lush kennengelernt. Bei einer Bestellung vor einigen Jahren war eine Probe dabei. Für mich war das total neu und eine ganz neue Erfahrung. Man befeuchtet seine Zahnbürste, kaut eine Tablette klein (natürlich nicht schlucken) bis es leicht schäumt und putzt sich dann die Zähne. Es schäumt nicht so stark wie normale Zahnpasta und enthält z.B. Zellulose zum Polieren. Geschmacklich gibt es meistens den typischen Minz-Geschmack. Am Anfang ist es tatsächlich eine kleine Umgewöhnung, doch alles in allem eine super Alternative ohne Abstriche gegenüber Zahnpasta. Im Glas aufbewahrt sehen sie zudem sogar noch schick im Bad aus.

Feste Zahnpasta ist für mich immer noch das beliebteste Mittel zum Zähneputzen. Einige Firmen bieten diese an. Lamaze bietet zum Beispiel feste Zahnpasta am Stiel in verschiedenen Geschmacksrichtungen an. Die Sorte Zimt ist sogar für Kinder geeignet. Man befeuchtet die Zahnbürste, reibt damit ein paar Mal über den festen Block bis es schäumt und putzt sich wie gewohnt die Zähne. Man bemerkt also kaum einen Unterschied zur normalen Zahnpasta.

Für mich entscheidend ist auch der Punkt, dass meine Tochter mit 15 Monaten nunmal keine Tabletten kauen und „nicht schlucken“ kann. Kinder schlucken in den ersten Jahren die Zahnpasta, da sie noch nicht ausspülen können. Deshalb sind wir bei der festen Zahnpasta hängen geblieben.

Natürlich funktioniert auch selbstgemachte Zahnpasta wunderbar. Rezepte dafür gibt es einige im Netz. Ab und an verwende ich diese auch noch. Doch ich persönlich mag die Zahnpasta am Stiel einfach am Liebsten 😉 .

Meistens sind diese alternativen Zahnpasta-Sorten auch ökologisch verpackt oder zumindest plastikfrei. Die Tabletten findest du mittlerweile sogar im Drogeriemarkt. Die feste Zahnpasta eher in verschiedenen Online-Shops.

Als letztes Mundwasser und Zahnseide.

Bei Zahnseide stellt es sich immer wieder als Problem dar, dass sie entweder plastikfrei aber nicht vegan ist, oder vegan aber voller Plastik. Die bisher einzige vegane UND plastikfreie Zahnseide, die ich entdeckt habe ist die Zahnseide von Tevra. Sie ist aus Mais gefertigt, vegan und wird sogar in einer kleinen Glasdose geliefert. Also perfekt für unsere Zwecke 🙂

Beim Mundwasser geht es ganz einfach plastikfrei. Es gibt jede Menge Rezepte im Netz um eine antibakterielle Mundspülung selber zu machen. Das spart Geld und Müll und du kannst dir den Minz-Geschmack selber dosieren. Ein einfaches und schnelles Rezept ist zum Beispiel dieses hier von Smarticular.

Seife

Duschgel, Shampoo, Badezusatz und alles was uns sauber macht

Vor einigen Jahren war ich ein absoluter Duschgel-Fan. Das ging soweit, dass teilweise 10!! verschiedene Flaschen im Bad standen und ich jedes Mal ein anderes verwendet habe. Dadurch wurde meine Haut immer trockener und schlechter. Denn keine Haut hat Lust dazu jeden Tag andere Chemikalien auszunehmen und zu verarbeiten. Daraufhin bin ich langsam aber sicher zu natürlichem Duschbad und Badezusatz gewechselt. Auch meine Kopfhaut war mitunter super trocken und schuppig, egal was ich ausprobiert habe. Das ist zwar dank der Stillhormone immer noch problematisch, aber ich bekomme es durch ein einziges Produkt wunderbar in den Griff.

Duschgel/-bad lässt sich super einfach plastikfrei ersetzen. Es gibt heute ganz tolle Körperseifen aus natürlichen Inhaltsstoffen mit wunderbaren Düften. Ein Beispiel ist Lush. Dort werden die Seifen komplett plastikfrei versendet und sie haben eine riesen große Auswahl. Am liebsten mag ich allerdings Seifen aus kleinen Seifenmanufakturen. Sie sind immer einzigartig und man kann sich durch das wunderbare Duftsortiment testen. Sie sind nicht mehr nur wie damals aus reiner Seife ohne rückfettende Eigenschaften. Das hängt ja den meisten noch im Kopf von Oma’s Lavendel- und Rosenseife 😉  Mittlerweile findet sich für jeden Hauttyp etwas im Internet. Ob es eine Aktivkohle-Seife gegen fettige Haut ist, eine Gesichtsseife gegen Akne, eine Mandelöl-Seife für trockene Haut etc. Bei diesem riesigen Sortiment findest du bestimmt etwas passendes.

Ein weiterer Vorteil der Seifen gegenüber normalen Flaschen : Sie halten viel länger bzw. sind viel ergiebiger und sie benötigen viel weniger Platz im Bad oder der Reisetasche (da kann dann auch nichts auslaufen).

Zum Baden gibt es tolle Badesalze in Papier verpackt oder auch Badebomben. Diese kannst du auch ganz einfach selber machen. Zudem ist es auch toll einfach mal mit etwas Epson-Salz und ein paar Tropfen vom liebsten ätherischen Öl ein schönes Bad zu genießen.

Hier ein einfaches Rezept für Badebomben:

Badekugel

Shampoo gibt es ebenfalls in fester Form. Dabei kannst du unterscheiden zwischen Haarseifen und Shampoobars.

Shampoo Bars sind Haarshampoo in fester Form. Haarseifen sind Seifen mit pflegenden Inhaltsstoffen speziell für die Mähne, aber eben Seifen. Wenn du nicht weißt, was du verwenden sollst, empfehle ich dir einfach einmal beides auszuprobieren über eine gewisse Zeit. Für meine sehr trockene Kopfhaut eignen sich Shampoo Bars besser. Ich verwende die „Soak and Float“ von Lush. Bisher die einzige die mir dabei hilft. Aber ich teste auch weiterhin gerne andere Produkte.

Die Anwendung ist super einfach. Entweder du schäumst die Seife in der Hand auf und massierst den Schaum in deine Haare ein. Oder du befeuchtest die Seife, reibst damit vorsichtig über die Haar und schäumst es dann direkt auf dem Kopf auf. Ein Shampoo Bar ersetzt durchschnittlich 3 Flaschen Shampoo. Da spart man also eine Menge Müll und Platz 🙂

Auch Conditioner bzw. Spülung gibt es in fester Form. Probiere dich gerne einfach mal aus und schau was am besten zu dir passt. Hauptsache wir sind wieder ein Stück mehr plastikfrei.

Gesichtsöl

Cremes, Deo, Haarkuren

Cremes kann man heute ja ganz klassisch schon in Glastiegeln kaufen. Aber es gibt sogar feste Körperbutter die jegliche Verpackung vermeidet. Meistens besteht sie aus Sheabutter oder Kakaobutter und hat noch viele weitere pflegende Inhaltsstoffe. Ich achte einfach darauf, dass es Naturkosmetik ist und vor allem Vegan und Tierversuchsfrei.

Anstatt die vielen Tiegel und Tübchen für die Gesichtscremes und Masken eignet sich ein tolles Gesichtsöl und selbstgemachte Gesichtsmasken. Und bevor du jetzt sagst “ Meine Haut ist so fettig, da öle ich sie nicht noch ein“ – Gesichtsöle sind auch super für fettige Haut geeignet. Sie wird gepflegt und die eigene Talgproduktion wird heruntergeregelt.

Selbstgemachte Gesichtsmaskenrezepte gibt es unendliche viele im Netz.

Beim Deo eignet sich als plastikfrei er Ersatz wunderbar ein Deoroller aus Glas (Naturkosmetik). Oder ein Stick in Papierverpackung. Selber machen funktioniert natürlich auch. Reines Natron als Deo verwendet wirkt Wunder , kann aber die Haut leicht reizen. Probiere einfach aus was dir am besten liegt.

Anstatt eine Leave-In-Kur in Plastiktuben zu kaufen/benutzen , versuche einfach mal ein schönes Haaröl aus einer Glasflasche oder einfach Kokosöl.

Damit ich hier jetzt nicht noch den kompletten Rahmen sprenge und deine Geduld im Lesen zu sehr strapaziere folgt im nächsten Teil alles zum Thema dekorative Kosmetik, Styling und Rasur.

Welche Produkte tauscht du als erstes? Welche Fragen hast du noch zum Thema?

Ich freue mich, wenn du mir deine Fortschritte auf Social Media zeigst und mich mit #vildundplastikfrei vertaggst.

Hier findest du alle Teile der Plastikfrei-Challenge :

Start, Teil 1Teil 2 , Teil 3

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