Winter Buddha Bowl zum Tag der gesunden Ernährung

Heute ist Tag der gesunden Ernährung. Kaum den ersten Blick in die sozialen Medien und Nachrichten geworfen und schon wird man überflutet mit Tipps zur gesunden Ernährung. Was man darf, was man nicht darf, was man muss, was man kann, was man falsch macht und warum man mit gesunder Ernährung immer automatisch ein Fitness-Model ist. Und es nervt mich unglaublich. Was hat das alles tatsächlich mit ganzheitlicher, gesunder Ernährung zu tun? Heute sollen die bösen Kohlehydrate die Küche verlassen, morgen die bösen Proteine und auf gar keinen Fall darf man Zucker essen.

Ich empfinde solche Aussagen erdrückend. Sie wollen uns weiß machen, dass wir alles falsch machen und es immer nur DEN EINEN Weg gibt zu einem gesunden Leben. Solche Sätze brennen sich in unseren Köpfen ein, es entstehen tief gehende Glaubenssätze wie „Ich mache alles falsch“ im Unterbewusstsein. Nicht nur wenn es um Ernährung oder Gesundheit geht. Und das nur, damit die Hersteller bestimmter Lebensmittel mit uns mehr Geld machen.

Dabei ist Essen heute nicht mehr nur reine Energie-Aufnahme zum Überleben. Das was man isst, ist ein Statement. Du siehst die gesündesten Chia-Bananen-Kakaonis-Maca-Goji-Pancakes auf Instagram oder Facebook von Food-Bloggern, die großen Salatschüsseln der Fitness-Blogger, die Schalen voll mit Nüssen oder Nice-Cream verschiedener Online-Shops. Dann schaust du auf deinen eigenen Teller und fragst dich, was du falsch machst? Wenn die Kinder rumturnen und keine Zeit bleibt für ein aufwendiges Essen. Wenn das Baby am Tisch mitisst, aber noch keinen Salat essen darf. Wenn die 6-köpfige Familie am Tisch sitzt und jeder etwas anderes will oder mag… Wie soll das zeitlich funktionieren?

Genau dort beginnt es kritisch zu werden. Denn jeder einzelne Mensch ist individuell. Es gibt dich kein zweites Mal. Jeder hat besondere Vorlieben, Lieblingsessen und Dinge die er nicht mag. Also warum an solche starren Pläne halten, die uns am Ende nur deprimieren?

Winter Buddha Bowl

Der einfachste Leitsatz zur gesunden Ernährung

Für mich der absolute Bestseller und ebenfalls der einfachste Satz um eine gesunde vegane Ernährung für sich zu finden ist :

„One bean, one green, one grain“ – Eine Portion Hülsenfrüchte, eine Portion Gemüse, eine Portion Getreide/stärkehaltige Lebensmittel pro Mahlzeit.

Ganz einfach kannst du dir deine liebsten Lebensmittel so zusammenstellen und hast eine vitaminreiche und gesunde Mahlzeit. Sogar wenn mal wieder Express-Küche angesagt ist, klappt der Vorsatz immer noch.Wie wäre es mit einem schnellen Chili con Tofu mit Reis und dazu ein kleiner Salat. Oder ein paar Linsen zum Gemüse-Kartoffelauflauf? Eine Soße aus Hummus mit Kartoffeln und Gemüsepatties?

Wenn du dazu noch Lebensmittel wählst, die gerade saisonal sind und vielleicht sogar aus deinem eigenen Garten oder regional, dann hast du noch einen großen, positiven  Schritt für die Umwelt und die Zukunft deiner Kinder getan.

Deshalb zeige ich dir heute eine kinderleichte Winter-Buddha-Bowl die du super für dich variieren und anpassen kannst. Durch die verschiedenen Komponenten ist für jeden etwas dabei. Meine Tochter liebt solche Teller. Sie kann sich jede einzelne Zutat so rauspicken wie sie möchte und isst meistens sogar noch eine zweite Portion.Und genau so lernt sie auch die verschiedenen Komponenten kennen. Bei einer Linsenbolognese zum Beispiel, ist sie eher wählerisch, weil es ein“Durcheinander“ ist.

Als Soßen oder Dips kannst du alle Dressings/Dips/Soßen verwenden, die dir bzw. euch schmecken. Wir lieben einen einfachen Erdnuss-Dip aus Erdnussmus(100 % Nuss), Sojasoße, Curry und etwas Wasser. Oder auch Sojajoghurt mit Tahin, Salz und Pfeffer. Lass deiner Kreativität einfach freien Lauf und schau was dir schmeckt.

Hier also mein kleines Rezept.

Winter Buddha Bowl
Vorbereitungszeit
15 Min.
Zubereitungszeit
15 Min.
Arbeitszeit
30 Min.
 

Ein einfaches wandelbares Rezept

Portionen: 2 Portionen
Zutaten
  • 1/2 Kopf Rotkohl
  • 2 große Möhren
  • 1 Dose Kidneybohnen abgetropft und gewaschen
  • 1 Netz Rosenkohl
  • 1 Süßkartoffel
  • 1 Tasse Hirse
  • 1 EL Olivenöl
  • Kräuter nach Geschmack
  • Salz und Pfeffer
  • 2 EL naturtrüber Apfelessig
  • 2 EL roter Balsamico
Anleitungen
  1. Die Hirse waschen und mit der doppelten Menge Flüssigkeit gar kochen.

  2. Süßkartoffel schälen und in Stifte schneiden. Den Strunk vom Rosenkohl abschneiden und die äußeren Blätter entfernen.

  3. Süßkartoffel und Rosenkohl mit dem Olivenöl, Kräutern nach Geschmack sowie Salz und Pfeffer marinieren.

  4. Beides im Ofen bei 18ß °C ca. 20 Minuten garen.

  5. Möhren raspeln und mit dem Apfelessig vermengen .

  6. Rotkohl in Streifen schneiden und mit etwas Salz, dem Balsamico und einer Prise Zucker feste "massieren" und durchkneten. Mindestens 10 Minuten. So wird der Kohl weicher.

  7. Die Kidneybohnen mit etwas Wasser und Tomatenmark im Topf erhitzen.

  8. Nun von allen Zutaten etwas in einer Schüssel anrichten und mit einer Soße deiner Wahl genießen.

Rezept-Anmerkungen

Als Topping eignen sich auch alle mögliche Samen und Nüsse sowie Sprossen. Bei Kleinkindern jedoch bitte keine ganzen Nüsse und nur ausgewählte Sprossen.

Ich freue mich immer, wenn du meine Rezepte oder Tipps ausprobierst. Zeige es gerne auf Social Media und tagge mich mit #vildundfrei .

Was sind deine liebsten Zutaten für eine Buddha Bowl?

Teile diesen Beitrag und merke ihn dir für später!